EV_001neutral
Die UN-Kinderrechtskonvention erkennt das Recht des Kindes auf Schutz vor Gewalt an und verpflichtet Vertragsstaaten, alle geeigneten Maßnahmen zu treffen, um sicherzustellen, dass Kinder vor allen Formen der Diskriminierung oder Bestrafung geschützt werden.
probative: medium
CB_03
EV_002neutral
Artikel 9 der UN-Kinderrechtskonvention sieht vor, dass Kinder von ihren Eltern getrennt werden können, wenn zuständige Behörden bestimmen, dass dies zum Wohl des Kindes notwendig ist, etwa wenn das Kind durch die Eltern misshandelt oder vernachlässigt wird.
probative: medium
CB_03
EV_003neutral
Je gläubiger Christen sind, desto eher schlagen sie ihre Kinder. Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) veröffentlichte diesen Befund basierend auf einer Befragung von 45.000 Neuntklässlern im Alter zwischen 14 bis 16 Jahren aus 61 deutschen Städten und Landkreisen.
probative: high
CB_03
EV_004neutral
Bei freikirchlichen Christen gaben 27 Prozent der Kinder an, gewaltfrei erzogen zu werden, während 21,3 Prozent sagten, sie seien massiven Schlägen ausgesetzt. Im Vergleich dazu betrug der Anteil der Kinder, die gewaltfrei erzogen werden, unter 'Formalchristen' 50 Prozent.
probative: high
CB_03
EV_005neutral
Unter hochgläubigen Christen waren nur noch 27 Prozent der Kinder, die gewaltfrei erzogen werden, während bei 'Formalchristen' (die die Kirche nur zur Lebensdekoration wie Taufe und Heirat brauchen) 50 Prozent gewaltfrei erzogen wurden.
probative: high
CB_03
EV_006neutral
Freikirchliche Christen tendierten noch eher zu Gewalt in der Erziehung als etwa Muslime. Unter den hochgläubigen Muslimen wenden demnach nur 35 Prozent Gewalt in der Erziehung an, während bei hochgläubigen Freikirchler der Anteil höher liegt.
probative: high
CB_03
EV_007neutral
Studienleiter Pfeiffer erklärte, dass der Verdacht naheliegt, dass die Gruppe der hochgläubigen Freikirchler sehr bibeltreu vorgehen und die im Alten Testament auffindbaren Stellen aktiv als Rechtfertigung oder als Handlungsleitlinie für körperliche Züchtigung sehen.
probative: medium
CB_03
EV_008neutral
Trotz eines höheren Anteils an Akademikern unter den Eltern und eines deutlich niedrigeren Anteils an Hauptschülern unter den Kindern schlagen Freikirchler ihre Kinder häufiger als andere Gruppen – ein Muster, das der allgemeinen Regel widerspricht, dass höher Gebildete ihre Kinder weniger schlagen.
probative: medium
CB_03
EV_009neutral
Die Zufriedenheit mit dem Leben ist mit Abstand am niedrigsten bei den Freikirchlern mit nur 32 Prozent, während sie bei Evangelischen fast 50 Prozent und bei Katholiken fast 53 Prozent beträgt. Studienleiter Pfeiffer schließt daraus, dass dieser Erziehungsstil der Evangelikalen sich nicht positiv auswirkt, sondern den Kindern ihre Lebenszufriedenheit nimmt.
probative: medium
CB_03
EV_010neutral
Das RaFiK-Projekt analysierte Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe und identifizierte gefährdendes Erziehungsverhalten im Zusammenhang mit radikal-religiösen und extremistischen Überzeugungen und Verhaltensgrundsätzen als spezifische Fallkonstellation bei Kindeswohlgefährdung.
probative: medium
CB_03
EV_011neutral
Gefährdendes Erziehungsverhalten im Zusammenhang mit radikal-religiösen und extremistischen Überzeugungen und Verhaltensgrundsätzen wird als spezifische Fallkonstellation im Kontext von Kindeswohlgefährdung identifiziert.
probative: medium
CB_03
EV_012neutral
Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe berichten von wiederkehrenden Konfliktsituationen zwischen streng religiösen oder religiös radikalisierten Kindern, Jugendlichen und ihren Familien, die praktische und ethische Herausforderungen im Kontext von Kindeswohl aufwerfen.
probative: medium
CB_03
EV_013neutral
Religiöse Unterstützungsnetzwerke senken die Kosten für die Erziehung von mehr Kindern für die Teilnehmer, und religiöse Eltern erhalten viel Hilfe von ihren religiösen Netzwerken.
probative: low
CB_03
EV_014neutral
In evangelikalen Glaubensverhältnissen können starre Moralvorstellungen und missbräuchliche Erfahrungen die Kindheit von Individuen negativ prägen. Innerhalb der evangelikalen Glaubensströmung nimmt die Erziehung des Kindes eine große Rolle ein, und das Aufwachsen kann durch Herausforderungen gekennzeichnet werden, einschließlich negativer oder traumatisierender Erlebnisse.
probative: medium
CB_03
EV_015neutral
In evangelikalen Gemeinschaften gibt es verschiedene Erziehungsstile, die aus Erziehungsratgebern zu entnehmen sind. Hierbei reichen die Ansätze von einer problematischen Züchtigungspädagogik bis hin zu modernen partizipativen Ansätzen.
probative: medium
CB_03
EV_016neutral
Drechsel beleuchtet potenzielle Risikofaktoren in der Erziehung christlich-fundamentalistischer Familien, wobei die Erziehung oft durch ein von Sünde und Verdammnis geprägtes Verständnis charakterisiert wird.
probative: medium
CB_03
EV_017neutral
Aus persönlicher Erfahrung in Zeugen Jehovas Gemeinschaften (Schottland, 1990er-2000er Jahre) schien häusliche Gewalt auf niedrigem Niveau wirklich verbreitet zu sein. Von Vätern wurde erwartet, sie wurden sogar dazu ermutigt, ihre Kinder zu schlagen, um sie in Schach zu halten. Kinder lebten im Allgemeinen in vager Angst, eine Ohrfeige zu bekommen, wenn sie sich daneben benahmen oder nicht fromm genug aussahen.
probative: low
CB_03
EV_018neutral
Christliche Erziehung ist ein wesentlicher Prägefaktor für die Glaubensentwicklung. Die primäre Sozialisation in der Familie und insbesondere die Prägung durch familiäre Bindungs- und Bezugspersonen haben für die Entwicklung der Persönlichkeit eine große Bedeutung.
probative: medium
CB_03
EV_019neutral
Die Studie zur christlich-familiären Erziehung untersucht, wie Glaubenserziehung in christlichen Familien konkret aussieht und wie sich gesellschaftliche Transformationsprozesse darin niederschlagen, einschließlich der Frage, was im Rückblick in Bezug auf die eigene Erziehung als positiv oder negativ erlebt wird.
probative: medium
CB_03
EV_1772229626793neutral
Die Erziehung in muslimischen Familien ist tendenziell rigider als in einheimisch-christlich geprägten Familien, wird aber dennoch von den Kindern und Jugendlichen zumeist als positiv, da beschützend aufgenommen.
other
probative: medium
CB_04
EV_1772229626794neutral
Anhand von Quellen zu islamischen Erziehungsidealen konnte gezeigt werden, dass Gehorsam, elterliche Kontrolle und (Selbst)Disziplinierung im islamischen Sinne zentrale Elemente in der islamischen Werteerziehung darstellen. Wenn jedoch in der Familie keine Diskussions- und Streitkultur herrscht und der Gehorsam religiös legitimiert wird, lassen sich kritische Kompetenzen bei Kindern nur schwer ausbilden.
other
probative: medium
CB_04
EV_1772229626795neutral
Gewalterfahrung in der Familie ist ein gewaltfördernder Indikator bei männlichen, muslimischen Jugendlichen mit Migrationshintergrund.
government_report
probative: medium
CB_05
EV_1772229626796neutral
Immerhin 7 Prozent der Befragten in der 2017 Empirica-Studie gaben an, körperliche Strafe sei 'biblisch und darum einzusetzen'.
other
probative: medium
CB_01
EV_1772229643065neutral
Ein autoritärer Erziehungsstil begünstigt den Opfer- oder TäterInnenstatus bei Jugendlichen
other
probative: medium
CB_06
EV_1772229643066neutral
Schlechte Sozialbeziehungen, geringe Zugehörigkeit und niedrige Wertschätzung begünstigen den Opfer- oder TäterInnenstatus
other
probative: medium
CB_06
EV_1772229667050neutral
Die Forschungsbefragung des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) untersuchte körperliche Gewalt gegen Kinder in der Familie als eines der Hauptforschungsthemen, mit Fokus auf elterliche Misshandlung und Vernachlässigung sowie transgenerationale Weitergabe elterlicher Gewalt.
other
probative: medium
CB_01
EV_1772229667051neutral
Die KFN-Schülerbefragung 2005 untersuchte Gewalterfahrungen von Kindern und Jugendlichen, einschließlich erlebter Gewalt durch die Eltern als Ursachenfaktor für Kindergewalt und Jugenddelinquenz.
other
probative: medium
CB_01
EV_1772229692010neutral
Die Erziehung in muslimischen Familien ist tendenziell rigider als in einheimisch-christlich geprägten Familien, wird aber dennoch von den Kindern und Jugendlichen zumeist als positiv, da beschützend aufgenommen.
peer_reviewed_study
probative: medium
CB_04
EV_1772229714593neutral
Die österreichische Studie untersuchte Gewalt in der Erziehung und analysierte verschiedene soziodemographische Faktoren wie Geschlecht, Schichtzugehörigkeit, Migrationshintergrund und Partnergewalt, aber es wird keine explizite Analyse des Zusammenhangs zwischen Religiosität der Eltern und körperlicher Gewalt in der Erziehung berichtet.
government_report
probative: medium
CB_07